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    (Anschrift: Kirchenweg 1, 91096 Möhrendorf; hinter dem Rathaus in der Dorfmitte)

 

 

 

 

 

 

         Foto: Hans Sichermann © 2011

In den unsicheren Zeiten des Spätmittelalters mussten Kirchen außer den Gottesdiensten eine weitere wichtige Aufgabe erfüllen: Die Abwehr von Feinden. So entstand nach und nach eine Kirchenanlage, die vor kriegerischen Angriffen Schutz bot. Der quadratische Chorturm und das sich anschließende Langhaus entstanden wohl in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, während die Wehrmauer in der zweiten Hälfte desselben Jahrhunderts errichtet wurde.

In den folgenden Jahrhunderten wurde der Innenausbau der St. Oswald/ St. Martin Kirche vorangetrieben. Emporen wurden eingebaut. Im 18. Jahrhundert erhielt die Kirche, wie viele Markgrafenkirchen dieser Zeit, einen Kanzelaltar. Auch die erste Orgel kam 1715 hinzu. Die ersten beiden Glocken wurden im 17. Jahrhundert angeschafft. Mit dem Anwachsen der Möhrendorfer Bevölkerung wurde die Kirche allmählich zu klein. Erst 1970 konnten die Pläne, eine neue Kirche zu bauen, realisiert werden. Seit der Renovierung der St. Oswald/ St. Martin Kirche, die von 1978 bis 1980 andauerte, wird sie vor allem als Friedhofskirche für Beerdigungen, doch manchmal auch als Kirche für Trauungen genutzt.

Quelle: Hacker, Hartmut, Die evangelische Kirchengemeinde bis 1970, in: Gemeinde Möhrendorf, Chronik der Gemeinde Möhrendorf, S. 200f., Möhrendorf 2007.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Foto: NÜRNBERG LUFTBILD, Reinerzer Straße 67, 90473    Nürnberg, bearbeitet: Dieter Setzer

   Foto: Dieter Setzer © 2011                                    Foto: aus „Die Möhrendorfer St. Oswald/ St. Martin Kirche
                                                                                                       in Geschichte und Gegenwart“, S.82. © 2011